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Nach Ihrer Idee entstand
eine Kosmetikserie mit hohem Anteil
an Eselinnen-Milch – Titania’s Dream®.
Was brachte Sie auf die
Idee, die Milch von Eselinnen im 21. Jahrhundert für Kosmetik zu
verwenden?
J.C.H: Das Studium antiker Autoren. Man soll auch die Weisheit vergangener
Wissenschaftler, selbst wenn sie aus der Antike stammen, hören. Oft
verbirgt sich ein hohes Maß an Erfahrung dahinter. Wir wissen heute,
dass in jeder Milch Liposomen-ähnliche Partikel enthalten sind, welche
beim Neugeborenen eine optimale Resorption möglich machen. Diese
Resorption ist auch für die Haut von großer Wichtigkeit. Liposome,
die in ähnlicher Weise in Milch vorkommen, werden seit geraumer Zeit
von der Industrie nachgeahmt, um in der Kosmetik ähnlich Erfolge
zu erzielen.
Welche Literatur brachte
Sie auf Eselinnen-Milch?
J.C.H: Eine Reihe antiker Schriftsteller berichten über Eselinnen-Milch,
deren Benützung von der arabischen Medizin übernommen wurde.
Dadurch wurde dieses Wissen aus der Antike in die Jetztzeit hinübergerettet.
Was wußten die
Römer aus Erfahrung, was Wissenschaftler heute im Labor nachweisen
können?
J.C.H: Die Weisheit der Menschheit ist bewundernswert und eines der faszinierendsten
Kapitel der Molekularbiologie besteht darin, dass es Dinge bestätigt,
die von früheren Generationen intuitiv erahnt wurden. Die Erfahrung
der Antike bezüglich Eselinnen-Milch war keine wissenschaftliche,
sondern eine empirische.
Was ist aber gerade das
Besondere an Eselinnen-Milch?
J.C.H: Die Aufzucht von Neugeborenen ist für die Evolution ein hohes
Gut und es ist verständlich, dass gerade bei jenen Tierarten, die
in unwirtlichen Gegenden Junge zur Welt bringen, das Nahrungsangebot der
Muttermilch optimal sein muss. Esel begnügen sich bekannterweise
mit kargsten Bedingungen, umgekehrt gleichen sie diese mit der Muttermilch
für das Neugeborene aus.
Warum ist es schwierig
Eselinnen-Milch zu bekommen?
J.C.H:Wird den Eselinnen das Fohlen weggenommen, versiegt gleichzeitig
die Milchproduktion. Darüber hinaus müssen die Eselinnen handgemolken
werden, was ebenfalls mit einem sehr großen Aufwand verbunden ist.
Was hofft die Kosmetik
in Milch zu finden?
J.C.H: Milchähnliche Produkte sind in der Kosmetik seit langem im
Einsatz. Die Inhaltsstoffe der Muttermilch sind jene, die das Überleben
der Neugeborenen in optimaler Weise möglich machen.
Warum entschied man sich
für Ginseng und Myrrhe als weitere Bestandteile von Titania’s
Dream® ?
J.C.H: Ginseng enthält natürliche pflanzliche Hormone, die ebenfalls
seit Jahrtausenden in der chinesischen Medizin benützt wurden. Myrrhe
adstringiert und desinfiziert.
Wie erklären Sie
sich die Vorliebe von Männern für Titania’s Dream®
?
J.C.H: Das könnte am Geruch liegen, möglicherweise wirkt Heliotrop
anziehend auf das nasofemorale Organ von Männern.
Gibt es derzeit Forschungen
über Eselinnen-Milch an Ihrem Institut?
J.C.H: Nachdem der empirische Erfolg der Eselinnen-Milch wiederholt berichtet
wird, erscheint es sinnvoll, die Eselinnen-Milch auch analytisch zu untersuchen.
Wie sehen Sie Ihre persönliche
Rolle bei Titania’s Dream® ?
J.C.H: Ich bin weder ökonomisch noch sonst irgendwie involviert,
ich war der Geburtshelfer. Bei Fragen, die in die Medizin hineinreichen,
werde ich das Projekt auch weiter gerne begleiten.
Werden Sich auch in Zukunft
im Bereich Kosmetik tätig sein?
J.C.H: Ich bin Frauenarzt und Gynäkologe, der sich auch mit anderen
Dingen beschäftigt. Allerdings ist es mir bewusst, dass auch das
Outfit und die schöne Haut – eine schöne Haut ist oft
auch eine gesunde Haut – für viele Frauen ein großes
Anliegen ist und dass sich der Frauenarzt zum Anwalt der Patientinnen
macht. Daher ist dies auch für mich ein Interessensgebiet geworden.

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